| Smart Membranes Portrait |
|
There is no translation available, please select a different language.
"Ohne Förderprogramme sind High-Tech-Gründungen kaum zu realisieren"„Mir hat die Nano-Entrepreneurship-Academy (NEnA) Mut gemacht, eine Unternehmensgründung im Bereich Nanotechnologie zu erwägen“, erzählt Monika Lelonek. Die 30-jährige Chemikerin, die gerade an der Universität Münster promoviert, nahm 2007 an der ersten NEnA teil und entwickelte dort im Team ein Geschäftskonzept für „SmartMembranes“: Ziel ist es, poröse Membranen mit Nanostruktur zu entwickeln, die in der Industrie zur Filterung von Wasser, Luft oder anderen Stoffen eingesetzt werden können. „Ich hatte schon immer einen Hang zu unternehmerischen Fragestellungen und habe meine berufliche Zukunft nicht unbedingt im Labor gesehen. Deshalb ist die Möglichkeit, meine Ideen künftig im eigenen Unternehmen umsetzen zu können, für mich sehr reizvoll“, sagt Lelonek. Die Nano-Entrepreneurship-Academy baut Hemmschwellen abDem NEnA-Netzwerk kam bei den ersten Schritten des Start-ups eine immense Bedeutung zu. „Im Zuge von NEnA wurden viele Hemmschwellen abgebaut, denn je mehr man über Patente oder Venture-Kapital weiß, umso mehr rückt eine Unternehmensgründung in greifbare Nähe“, erzählt die Chemikerin, die mit ihrem Wahlfach BWL und einem Zweitstudium in Wirtschaftschemie vor allem für die wirtschaftlichen Aspekte von „SmartMembranes“ zuständig ist. Auch nach Abschluss der Akademie standen die NEnA-Netzwerk-Partnerinnen und -Partner den angehenden Unternehmerinnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Fraunhofer-Förderung für den BusinessplanÜber das FFE-Programm (Fraunhofer fördert Existenzgründungen) der Fraunhofer Venture-Gruppe erhalten die NEnA-Gewinnerinnen Anfang 2008 eine einjährige Förderung zur Entwicklung des Businessplanes. Sie starten im Vierer-Team, doch zwei Wissenschaftlerinnen steigen wieder aus, so dass Monika Lelonek und Petra Göring, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Halle-Wittenberg, das Projekt zu zweit fortsetzen. „Der Weg in die freie Wirtschaft ist kein einfacher und nicht für jede Forscherin ist dies das richtige Ziel. Für mich ist es dagegen eine große Chance“, sagt Monika Lelonek. Die Gründung im Frauenteam betrachtet sie als deutlichen Vorteil, einerseits, weil die beiden Wissenschaftlerinnen mit ihrer gemeinsamen Expertise über eine breite Know-how-Basis verfügen, andererseits, weil sich ihre Ziele im Hinblick auf die Entwicklung des Projekts ähneln. „Für Männer steht wahrscheinlich eher das reine Business im Vordergrund, uns ist es wichtig, auch unsere Bedürfnisse im Hinblick auf die Familie zu berücksichtigen“, sagt Lelonek.
Netzwerke ermöglichen Kontakte in der WirtschaftBei der Arbeit am Businessplan stehen den Nanowissenschaftlerinnen ein Coach sowie die Expertinnen und Experten des Fraunhofer-Instituts zur Seite. Prof. Dr. Ralf Wehrspon, Leiter des Instituts für Werkstoffmechanik am Fraunhofer Institut in Halle, unterstützt die Gründerinnen mit seinem langjährigen Fachwissen und hilft ihnen dabei, erste Kontakte zu Firmen herzustellen. „Diese Ansprechpartner sind für uns von immenser Bedeutung, denn sie erleichtern es uns, im wirtschaftlichen Umfeld Fuß zu fassen“, so Lelonek.
Ohne Anschubfinanzierung geht nichts
|










